Periimplantitis: von der Diagnose zur Therapie

Ein neues Behandlungsprotokoll mit Pulverstrahlsystemen

Zwar ist die Diagnostik bei periimplantären Erkrankungen von grundlegender Bedeutung, doch wie diese zu erfolgen hat, wird kontrovers diskutiert. Trotz aller Fortschritte in den ver- gangenen Jahrzehnten liegen noch immer keine eindeutige Definition und keine klaren diagnostischen Kriterien für peri- implantäre Erkrankungen vor. Folgende Parameter werden gewöhnlich zur Diagnostik herangezogen: Sondie- rungstiefe (Probing Depth, PD), krestaler Knochenverlust (Crestal Bone Loss, CBL), Blutung auf Sondierung (Bleeding on Probing, BOP) und Vorliegen von Suppuration und/oder Fistel.
Die periimplantäre Mukositis ist gekennzeichnet durch eine Entzündung im periimplantären Weichteilgewebe, die sich durch Blutung auf Sondierung bemerkbar macht, mit oder ohne Zunahme der Sondierungstiefe, aber sich nicht auf den krestalen Knochen auswirkt. Demgegenüber sind krestaler Knochenverlust und Blutung auf Sondierung allein oder in Kombination mit Pus – mit oder ohne Zunahme der Sondie- rungstiefe – charakteristisch für eine Periimplantitis. Die Abbildungen 1, 2 und 3 zeigen das diagnostische Vorgehen am Beispiel eines Periimplantitis-Falls (Fallbeispiel 1). Im Gegen- satz zur Mukositis, bei der eine vollständige Heilung möglich ist, ist die Periimplantitis irreversibel.